: Projekt Angkor Wat, Vietnam


SAUBERES WASSER ZUM ÜBERLEBEN

Auf unserer Erkundungstour nach Angkor Wat, dem kulturhistorischen Juwel Kambodschas wurden wir vom Anleger des Schnellbootes von einem ca. vierzigjährigem Guide abgeholt. Chuan Chy hatte über einen Lehrer aus der DDR, der ein Entwicklungsprojekt in seinem Dorf durchführte, fließend Deutsch gelernt. Kaum dass wir mit ihm im Auto zur Provinzhauptstadt Seam Reap starteten, berichtete er uns ausgiebig über die Geschichte und Gegenwart seines freundlichen, aber auch geschundenen Landes. Wir waren beeindruckt von seinen präzisen Ausführungen und seinen weltoffenen Beurteilungen.

Einiges spiegelte sich auch in seiner persönlichen Biographie wider. Sein Vater war buddhistischer Mönch gewesen, doch unter der brutalen Gewaltherrschaft der Roten Khmer gezwungen worden, das Kloster zu verlassen und eine Familie auf dem Dorf zu gründen. Unter den kärglichen Umständen während und nach dem pseudokommunistischen Regime des Pol Pot und seiner verbrecherischen Bande wurden fünf Kinder geboren. Das jüngste Kind, Chys kleine Schwester, starb im Kleinkindesalter an Cholera aufgrund des verschmutzen Oberflächenwassers. Hatte während des antiken Angkor Reiches noch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem bestanden, welches auch drei Reisernten pro Jahr ermöglichte, ist gegenwärtig vieles desolat und nur eine Ernte jährlich möglich, so dass das eigentlich fruchtbare und sehr schöne Land u.a. Reis aus Vietnam importieren muss. Wir lernten Einiges über die politischen Hintergründe dieser Entwicklung, Seilschaften, Korruption und Unfreiheit. Chys Vater hatte schließlich seine Frau gebeten, wieder in das Kloster eintreten zu dürfen, sobald dies politisch wieder möglich war. Während die Familie von Chys Onkel, einem Reisbauern, unterstützt wurde, wurde sein Vater schließlich ein angesehener Abt. Auch Chy besuchte während unseres Aufenthaltes und nach unseren ausführlichen Tagestouren durch die beeindruckenden alten Tempelanlagen abends bis in die Nacht hinein die Novizenschule, um nachfolgend wie bei vielen im Land üblich zumindest passager in ein Kloster einzutreten.

Wir entwickelten in diesen Tagen ein freundschaftliches Verhältnis zu diesem netten und besonnenen Mann, der aus ärmlichen Verhältnissen heraus eine beeindruckende Intellektualität entwickelt hatte. Er berichtete uns schließlich auch, gemeinsam mit anderen einheimischen Reiseguides eine Initiative gegründet zu haben. In Gedenken an seine verstorbene kleine Schwester hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Tiefenbohrungen zur Gewinnung von sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Eine solche Bohrung und Installation einer Wasserpumpe kostet derzeit 280.- Dollar und hilft ca. 15 Familien vor Ort. Wir gaben ihm die Hand und freuen uns nachhaltig ihm als Arztpraxis-Marienburg zur Seite zu stehen.

Mit herzlichen Grüssen
Ihr Dr. Rüdiger zur Bonsen

Liebe Freunde in Köln,

ich hoffe, dass es Ihnen gut geht. Ihre Wasserpumpe wurde gestern gebaut, die liegt suedoestlich der Stadt, etwa 8 km, 14 Familien nutzen diese Pumpe.

Es ist sehr sehr dankbar an Sie fuer Ihre Muehe um die Spende zu ueberweisen auch an Ihre Freunde um diese Pumpe zu spenden, damit werden die Menschen bei uns gesund.

Ihnen wuenschen wir alles Gute, noch mehr Erfolg und bleibt gesund im neuen Jahr.

Mit ganzen herzlichen Gruessen,
Chy

SPENDEN WILLKOMMEN!

Wenn Sie mehr über unser Projekt erfahren oder sich daran beteiligen möchten, wenden Sie sich gerne an Sabine Hettlich in der Arztpraxis:

sabine.hettlich@arztpraxis-marienburg.de